Start des CALAS: Laboratorio II

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Das zweite CALAS-Laboratorium “Confronting inequalities in Latin America: perspectives on wealth and power” begann im Januar mit dem Ziel, über eines der relevantesten Themen in Lateinamerika nachzudenken: die Strukturen der sozialen Ungleichheit rund um die Akkumulation von Reichtum in einer der ungleichsten Regionen der Welt.

Das Labor II versucht, dieses Thema aus einer interdisziplinären Perspektive anzugehen, die neu ist und normalerweise wenig von den Sozial- und Geisteswissenschaften angesprochen wird: die Erforschung des Reichtums. Das wissenschaftliche Leitungsteam und die mit dem CALAS-Labor verbundenen Forscher gehen dabei von der Prämisse aus, dass Ungleichheit eine relationale Kategorie ist und dass daher Armut unverständlich blebt, so lange man nicht die  andere Seite der Medaille betrachtet: Reichtum. Dies erfordert eine Analyse des strukturellen Rahmens von Institutionen und Akteuren, das definiert, wie und durch welche Mechanismen Reichtum generiert und akkumuliert wird, wie Reichtum verteilt wird und wie Macht orchestriert werden.

So versucht Labor II, Reichtum, Macht und Eliten, Enteignung und Konflikt sowie die Konstellation historischer sozialer Ungleichheiten in Verbindung mit politischen und staatlichen Logiken, die sich in inder ökonomischen Kategorie der Rente verbinden, in den Mittelpunkt der akademischen und politischen Debatte in der Region zu stellen. Ziel ist es auch, theoretisch-konzeptionell-methodisches Wissen zu generieren, um Positionen und Vorschläge für egalitärere Gesellschaften zu unterstützen.

Das Labor II wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt und Angela Schrott von der Universität Kassel, sowie Valeria Coronel von FLACSO-Ecuador entwickelt.  Zum Team gehören auch die wissenschaftlichen Koordinatoren Jan Ickler, Irene Lungo und Rebeca Ramos.

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