Kuba: Internationaler Workshop „Energiewende und Rohstoffe: Spannungen und Perspektiven“ im Rahmen des DAAD-Programms „Grüne Energie und nachhaltige Rohstoffe als Nord-Süd-Süd Partnerschaft“

Am 10. und 11. Februar 2026 fand an der Universität Havanna der internationale Workshop „Energiewende und Rohstoffe: Spannungen und Perspektiven“ im Rahmen des DAAD-Programms „Grüne Energie und nachhaltige Rohstoffe als Nord-Süd-Süd Partnerschaft“ statt. Der gemeinsam von der Universität Havanna, der Universität Kassel und der Universidad Nacional de San Martín koordinierte Workshop brachte mehr als 20 Wissenschaftler:innen, institutionelle Vertreter:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen aus Kuba, Argentinien und Deutschland zusammen. Ziel war es, die Dynamiken, Spannungsfelder und politischen Herausforderungen der gegenwärtigen Energiewende aus einer lateinamerikanischen und karibischen Perspektive zu analysieren, mit besonderem Schwerpunkt auf Kuba.
Ausgangspunkt des Workshops war die Annahme, dass die Energiewende nicht allein als technologischer Wandel zu verstehen ist, sondern als umfassender ökonomischer, gesellschaftlicher und geopolitischer Transformationsprozess. Im Zentrum der Diskussionen standen die wachsende Nachfrage nach kritischen Rohstoffen und strategischen Ressourcen, neue Investitions- und Industrialisierungsperspektiven sowie die damit verbundenen Dilemmas von Rohstoffpolitik, Extraktivismus und sozial-ökologischen Auswirkungen. Darüber hinaus wurden Fragen von Beschäftigungseffekten, territorialen Ungleichheiten, geschlechtsspezifischen Ungleichheiten sowie der Rolle staatlicher, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure bei der Gestaltung nachhaltiger Energietransformationen in Kuba und der Region diskutiert.